Noch vor einer Woche hat die Milchindustrie gesagt, es bringt nichts wenn die Milchbauern streiken und sie nicht mit Milch beliefern. Jetzt werden die Milchtanks langsam leer und die Produktion wird eingestellt. Noch ein paar Tage und es gibt keine Milch mehr in den Regalen. Sehr gut sage ich! Ich würde noch viel weiter gehen und die Milch beim Bauern direkt kaufen, damit die qualitativ hochwertige Arbeit der Milchbauern respektiert wird.
Was können wir aus dem Milchboykott lernen?
Wir jammern wenn der Spritpreis in die Höhe klettert, gehen aber nicht dagegen vor. Die Milchbauern zeigen uns, wie man Erfolg haben kann. Bei einem Benzinboykott für eine Woche würde sich so viel Benzin in den Tanks der Mineralölkonzerne ansammeln, dass sie ein Überangebot hätten. Das Benzin könnte nicht einfach weg geschüttet werden und müßte günstiger verkauft werden. Das Problem daran ist nur unsere eigene Disziplin wirklich für eine Woche nicht zu tanken - vor allem WER sagt WANN wir nicht tanken sollen?
Kettenbriefe mit dem Aufruf zum Boykott sind übrigens völlig wertlos. Schreibt wenigstens rein WANN ich nicht tanken soll!
2 Kommentare
Schreibe einen Kommentar»Hallo Ulrike,
danke für Deinen Tipp mit dem Motorrad.
Fällt bei uns flach:
a.) wir haben kein Motorrad
b.) will meine Frau sowieso nicht auf dem Motorrad mitnehmen da zu gefährlich
c.) ist mir alles zu kalt und zu nass
Liebe Grüße
Joachim und nicht Jochen
Moin Jochen,
Das mit dem Sprit-Boykott ist da schon schwieriger, denke ich. Nicht für mich (ich tanke eh nur höchstens alle 2-3 Monate mal), aber die Menschen, die zur Arbeit fahren müssen und keine Möglichkeit haben, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen (wie mein Michi-Mann z.B.), können das einfach nicht machen. Das Einzige, was mein Michi aber machen kann, ist: nicht mehr das Auto, sondern ein bedeutend spritsparendes Motorrad für die Fahrt zur Arbeit zu benutzen. Das hat sich in unserer Tank-Kasse schon sehr positiv bemerkbar gemacht.
ja, auch ich bin voll auf der Seite der Milchbauern, aber ich frage mich auch, weshalb sie ihre Milch nicht verstärkt auf dem eigenen Hof vermarkten. Dann wäre ihr Gewinn NOCH größer, denn sie würden den Zwischenhandel umgehen. Vielleicht kommt - angeregt durch die momentane Situation - ja der ein oder andere auf diese Idee und richtet sich einen kleinen Hofladen ein.
LG - Ulrike