Monatsarchiv: Januar 2009

Virales Marketing

Schon mal etwas vom Viralen Marketing gehört – bis gestern kannte ich den Begriff noch nicht, aber mir Schwobasegl kenna des fei scho lang. Virales Marketing im Todesgastern Stuttgart [externer Link] veranschaulicht sehr gut was Virales Marketing bedeutet. Nicht wirklich und des macht heitzudag jedes kloine Handwerkele.
Recht einfach ausgedrückt: Virales Marketing nutzt bestehende Netzwerke und welches Netz ist besondes gut ausgebaut? Genau das Internetz äh Internet.

Finanzkrise

Heute erreicht mich folgende Email, Quelle leider unbekannt, bitte melden zum Verlinken.

Wer vor 18 Monaten 1.158,48 Euro in die Aktien der Commerzbank investiert hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern und hat heute noch 215,28 Euro übrig.

Wer vor 18 Monaten 1.158,48 Euro in Krombacher Bier investiert hat, konnte:
- 18 Monate lang jede Woche einen Kasten Pils genießen
- war ständig heiter
- hatte viel Spaß
- hat den Regenwald gerettet
- und hat heute noch….
(Achtung, jetzt kommt’s)…
….Leergut im Wert 223,20 Euro !!!!!!!!!
*PROST!*

Somit ist jeder Krombacher-Biertrinker ein Umweltaktivist, ohne das Sofa zu verlassen :-) Sind wir aber ehrlich, den Waldschutz bringt das nicht wirklich weiter, trotzdem sehr gelacht, obwohl wegen es wegen Finanzkrise gerade nichts zum Lachen gibt.

Gutschein

Falls mal wieder jemand was von Dir will, oder Du jemanden eine besondere Freude machen möchtet, verschenke einfach diesen Gutschein :-) natürlich völlig kostenlos ;-)

Gutschein um kostenlos in den Wald zu scheissen. [HIER clicken, PDF wird geöffnet]
Der Gutschein um einmal in den Wald zu scheissen wurde bisher mal angeclickt.
Quelle leider unbekannt, bitte melden zur Verlinkung!

Unwort 2008

Das Unwort 2008 wurde gekürt.
Zitat:

“Notleidende Banken” ist zum Unwort des Jahres 2008 gekürt worden. Das teilte Jury-Sprecher Horst Dieter Schlosser am Dienstag in Frankfurt am Main mit.

Die Jury hatte das Unwort aus rund 1000 Einsendungen ausgewählt. “Während die Volkswirtschaften in ärgste Bedrängnis geraten und die Steuerzahler Milliardenkredite mittragen müssen, werden die Banken mit ihrer Finanzpolitik, durch die die Krise verursacht wurde, zu Opfern stilisiert”, begründete Schlosser die Wahl der Jury.
[Quelle Spiegel]

Übersicht Unwörter der letzten Jahre [Quelle Unwort des Jahres]

Jahr

Unwort

Begründung

2008

Notleidende Banken

Banken werden mit ihrer Finanzpolitik, durch die die Krise verursacht wurde, zu Opfern stilisiert

2007

Herdprämie

Damit werden Mütter beleidigt, die ihre Kinder zu Hause erziehen wollen

2006

Freiwillige Ausreise

Der Ausdruck verschleiert die tatsächlich selten freiwillige Rückkehr von abgelehnten Asylbewerbern in ihre Heimat

2005

Entlassungsproduktivität

Das Wort degradiert die Mehrbelastung derjenigen, die ihren Arbeitsplatz noch behalten konnten

2004

Humankapital

Das Wort degradiert nicht nur Arbeitskräfte, sondern Menschen überhaupt “zu nur noch ökonomisch interessanten Größen”

2003

Tätervolk

Macht ein ganzes Volk für die Taten einer Gruppe verantwortlich, Beleg für den immer noch wirkenden Antisemitismus

2002

Ich-AG

Beleg für zunehmende Versuche, schwierige, soziale und sozialpolitische Sachverhalte mit sprachlicher Kosmetik schönzureden

2001

Gotteskrieger

Kein Glaube an einen Gott gleich welcher Religion kann einen Krieg oder gar Terroranschläge rechtfertigen

2000

National befreite Zone

Zynisch heroisierende Umschreibung einer Region, die von Rechtsextremisten terrorisiert wird

1999

Kollateralschaden

Verharmlosung der Tötung Unschuldiger als Nebensächlichkeit, Nato-offizieller Terminus im Kosovo-Krieg

1998

Sozialverträgliches Frühableben

Zynisch wirkende Ironisierung des Ex-Präsidenten der Bundesärztekammer Karsten Vilmar

1997

Wohlstandsmüll

Abwertende Umschreibung arbeitsunwilliger und -unfähiger Menschen des früheren Verwaltungspräsidenten von Nestlé, Helmut Maucher

1996

Rentnerschwemme

Falsches, Angst auslösendes Naturbild für einen sozialpolitischen Sachverhalt

1995

Diätenanpassung

Beschönigung der Diätenerhöhung im Bundestag

1994

Peanuts

Der damalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank Hilmar Kopper, geringschätzig über die offenen Handwerkerrechnungen in Höhe von rund 50 Millionen Mark im Zusammenhang mit der Pleite des Bauunternehmers Jürgen Schneider

1993

Überfremdung

Scheinargument gegen den Zuzug von Ausländern

1992

Ethnische Säuberung

Propagandaformel im ehemaligen Jugoslawien

1991

ausländerfrei

fremdenfeindliche Parole in Hoyerswerda

Warten wir was das Jahr 2009 für ein Unwort hervorbringt.

Abwrackprämie

Das Bundeskabinett hat die Abwrackprämie am 14. Januar 2009 beschlossen. Die Umweltprämie in Höhe von 2500€ wird bezahlt, wenn ein Altfahrzeug verschrottet un ein Neuwagen gekauft und zugelassen wird.
Die zehn Punkte zur Umweltprämie:

1. Finanzmittel: das Bundeskabinett stellt 1,5 Mrd. Euro zur Verfügung. Die Mittelverteilung erfolgt erschöpfend nach der Reihenfolge der Antragseingänge.

2. Stichtag: ist der 14. Januar 2009 für den Kauf und die Erstzulassung des Neuwagens, sowie für den Kauf und die Zulassung des Jahreswagens. Die Laufzeit endet am 31.12.2009.

3. Begünstigtenkreis: Personen, die ein Altfahrzeug über die Dauer von mindestens einem Jahr auf ihren Namen in Deutschland zugelassen hatten. Entscheidend ist die Personenidentität zwischen Altfahrzeughalter und dem Zulasser des Neu- oder Jahreswagens.

4. Altwagen: mindestens 9 Jahre alter Pkw, d.h. die Erstzulassung des Fahrzeugs muss vor dem 14.01.2000 stattgefunden haben.

5. Neufahrzeug: Fahrzeug, das zum ersten Mal und in Deutschland zugelassen wird und mindestens die Euro 4 Norm erfüllt.

6. Jahreswagen: ist ein Pkw, der längstens ein Jahr auf einen in Deutschland niedergelassenen Kfz-Händler oder Kfz-Hersteller zugelassen war.

7. Verschrottung: Verwertungsnachweis im Zeitraum von 14.01. bis 31.12.2009 durch anerkannten Demontagebetrieb gem. Altfahrzeugverordnung.

8. Dokumente:

    Original des Verschrottungsnachweises eines anerkannten Demontagebetriebs
    Nachweis der Zulassung des Alt- und des Neufahrzeugs auf den Antragsteller

9. Verfahren:
Antragsberechtigter ist der Erwerber des Neufahrzeugs. Dieser kann mit der Beantragung auch den Händler beauftragen.
Der Antrag wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entgegengenommen, bearbeitet und beschieden.

10. Missbrauchsvorkehrungen:durch entsprechende Ausformulierung der Förderrichtlinie ist der Missbrauchsanfälligkeit vorzubeugen bei gleichzeitiger Sicherstellung eines möglichst unbürokratischen und schnellen Verfahrens.

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist ab sofort eine Telefon-Hotline geschaltet. Dort werden unter 06196/908470 weitere Fragen beantwortet.

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