Das T-Shrit “Not on facebook” gewinnt aus aktuellem Anlass an neuer Bedeutung. Der Plan von Facebook, künftig “allgemeine Daten” über Nutzer an Dritte weiterzugeben, stösst auf erheblichen Widerstand. Die Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner will sogar ihre Mitgliedschaft bei Facebook beenden, wenn die Missstände der Datensicherheit nicht behoben werden. “Not on facebook” war ursprünglich nur ein Statement, sich selbst von dem Netzwerk abzugrenzen und nicht das zu tun was jeder macht – nämlich bei Facebook zu sein. Jetzt ist es vielmehr ein Bekenntnis nicht seine Daten preiszugeben in dem Wissen, dass Facebook die Daten an Dritte weitergibt.
Wir wollen kostenlos ein Netzwerk nutzen und setzen selbstverständlich voraus, dass wir dafür keine Gegenleistung erbringen müssen. Der Nutzer hat zwei Möglichkeiten einer Gegenleistung: die Freigabe seiner Daten oder eine bezahlte Mitgliedschaft. An der bezahlten Mitgliedschaft hat Facebook offensichtlich kein Interesse, wohlwissentlich, dass von den 400 Millionen Nutzern vermutlich doch die eine oder andere Million User die Mitgliedschaft kündigen könnten.
Ich bezweifle, dass bei einer Kündigung die Daten vollständig gelöscht werden und somit die Weitergabe an Dritte verhindert wird. Der Facebook-Server mit dem nötigen Support und der Entwicklung verursacht erheblich Kosten, die in irgendeiner Form refinanziert werden müssen. Dieses “Problem” hat jeder Webseitenbetreiber, der seine Kosten im Rahmen halten will. Facebook ist gut beraten die Diskussion rasch zu beenden, bzw. über eine kostenpflichtige Mitgliedschaft nachzudenken.
Interesting T-Shirt…