Bisher habe ich nur ein Probefahrt mit einem Neuwagen erlebt. Das soll sich ab sofort ändern und ich habe beschlossen den umsatz- und provisionsgierigen Autoverkäufern ein wenig auf die Nerven zu gehen. Dabei ist es mir wichtig das Auto nicht nur 5 Minuten mit dem Verkäufer zu fahren, sondern die Probefahrt auch gerne mal auf das gesamte Wochenende auszudehnen.
Dem Autoverkäufer heuchle ich Kaufinteresse vor und er wittert schon einen Abschluss. Wir kommen also zum Thema Probefahrt und ich frage ihn völlig unverblümt, ob ich den Wagen, ein Skoda Roomster, über das Wochenende probefahren darf. Die Gesichtszüge des Autoverkäufers wechseln von Freundlichkeit auf leichtes Entsetzen.
“So lange kann ich Ihnen den Wagen nicht mitgeben. Wir können gemeinsam eine kleine Probefahrt machen.”, erwiderte der Autoverkäufer.
“Damit ich das Auto wirklich einschätzen kann und mir ein aussagekräftiges Urteil machen kann, möchte ich das Auto gerne länger fahren. Eine Probefahrt um den Block bringt mir persönlich herzlich wenig. Ich muss wissen, wie sich der Wagen auf der Autobahn verhält, ob ich auf längeren Strecken auch noch bequem sitze. Ein Neuwagen ist schliesslich eine grosse Investition, die sehr gut überlegt werden muß.”, entgegnete ich ihm meine durchaus schlüssige Argumentationskette.
Die Gesichtszüge wurden zunehmend düsterer, worauf er mir entgegnete:”Ich muß meinen Chef fragen.”
Kurze Zeit später kam der Autoverkäufer mit seinem Chef zurück. Sein Gesichtausdruck hatte sich nicht entspannt.
“Ich kann Ihnen den Wagen nicht über das Wochenende ausleihen.” sagte er und setzte mich vor vollendete Tatsachen. Es gab hier keinen Spielraum für Verhandlungen.
“Gut, es gibt noch andere Autohäuser, die schöne Autos verkaufen wollen. Denken Sie immer daran, dass ich Ihnen Ihr Gehalt bezahle. In diesem Fall offensichtlich nicht, den es wird keinen Kaufabschluss geben.” entgegnete ich den beiden und verlies freudestrahlend das Autohaus.
Letzte Kommentare