Mobil im Internet surfen

Wer im Aussendienst tätig ist und Kaltaquise betreibt, kommt ohne mobiles Internet in der heutigen Zeit fast nicht mehr aus. Man steht vor einer Firma und will schnell ein paar Informationen über das Unternehmen gewinnen, um möglichst einen guten Einstieg bei einem Kundengespräch zu haben. Der Internetzugang mit einem Smartphone ist fast überall möglich, die Webseiten werden jedoch nicht sauber dargestellt, weil sie für höhere Auflösungen erstellt wurden. Mobiles Webdesign steckt noch in den Kinderschuhen. Fast jeder Aussendienstmitarbeiter hat einen Laptop und mit Hilfe eines Surfsticks, ist der Zugriff in Netz fast immer möglich. Wer ist mein Ansprechpartner? Wer kann mir helfen oder wen kann ich als Verbündeten in der fremden Firma gewinnen um an wichtige Informationen, nämlich den Entscheidungsträger zu finden, zu gelangen. Diese Fragen quälen jeden Verkäufer, wenn er vor einem unbekannten Unternehmen steht.

Was ist ein Surfstick? Ein Surfstick ist eine Kreuzung aus USB-Stick und SIM-Karte. Jeder Mobilfunkanbieter bietet Surfsticks an. Welchen Anbieter man auswählt, hängt davon ab, wo man sich häufig befindet, also in Ballungsräumen oder in ländlichen Gegenden, sowie der Häufigkeit der Nutzung. Die Testsieger-mobiles-Internet bieten eine sehr gute Übersicht aller Anbieter für das mobile Surfen. Surf-Flatrates gibt es teilweise schon für unter 10 Euro monatlich. Diese 10 Euro ist sehr gut investiertes Geld für jeden Aussendienstler, denn Informationen sind oftmals unbezahlbar im Vertrieb.

Unterwegs online gehen war vor Jahren noch völlig undenkbar. Ich erinnere mich noch an meine erste ISDN-Flat-Rate 2001 mit 54 kbit/s für 50 D-Mark im Monat. Heute sind die Übertragungsgeschwindigkeiten bei mobilem Internet sehr anständig. Dies ist immer vom Standort abhänig. Die Netzabdeckung ist in Ballungsräumen besonders hoch, dagegen ist der Empfang auf dem Land doch sehr träge. Zeit für einen Selbstversuch unter realen Bedingungen. Dafür ist ein Surfstick und ein Laptop nötig. Nun will ich natürlich keinen Vertrag abschliessen, daher ist ein Prepaid-Stick völlig ausreichend. Ich fahre täglich die Bahnstrecke Pforzheim nach Stuttgart, reine Fahrzeit eine halbe Stunde, eine ausreichende Gelegenheit ein paar Mails zu beantworten, im WordPress-Forum zu stöbern oder ein neues Plugin für meinen Blog zu testen. In Pforzheim klappt die Einwahl recht gut mit fast 6 Mbit/s, doch bereits nach kurzer Zeit ist die Verbindung wieder abgebrochen. Eine erneute Einwahl scheitert sehr schnell, dies wiederholt sich bis Vaihingen/Enz noch einige Male, bis ich dann in Stuttgart wieder eine gute Verbindung mit 6,5 Mbit/s erhalte. Leider bleibt das Surfvergnügen auf der Hinfahrt nach Stuttgart weitgehend aus. Die spätere Rückfahrt bringt leider keine besseren Ergebnisse.
Fazit: bevor ein Vertrag abgeschlossen wird, sollte die UMTS-Verfügbarkeit überprüft werden. Grundsätzlich gilt: in Ballungsräumen hohe Verfügbarkeit, auf dem Land leider niedrigere Verfügbarkeit. Die Mobilfunkanbieter decken aber immer mehr ländlichen Gegenden ab, um eine höhere Verfügbarkeit zu gewährleisten. Wer mobil im Ausland surfen will sollte sich ganz genau über die Vertragsbedingungen informieren. Nicht selten gab es hier schon ein böses Erwachen, nachdem man völlig unbedarft im Ausland gesurft hat. Einige Anbieter bieten für einen Aufpreis eine Flatrate auch für das Ausland an, damit der Urlaub oder die Geschäftreise kein Fiasko wird. Ein Vertrag für einen Surfstick ist im Prinzip gleichzusetzen mit einem Mobilfunkvertrag.


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